Transkommunikation & Jenseitsforschung – Geister & Spukerscheinungen
Zitate zu Tot, Leben und Transkommunikation …

Manchmal frage ich mich wer mehr Angst hat: Der Geisterforscher, oder der Geist …

— Ingo Jäckels

Bei mir spukt es! Was nun?

alter-katholischer-friedhof

Lichtanomalie auf einem Friedhof, oder doch ein Geisterbild?

Was sind Geister und Spuk? Gibt es einen Himmel und eine Hölle? Können sie mir etwas tun und warum entsteht Spuk überhaupt? Woher kommen Geister, was essen sie, sind sie gewerkschaftlich organisiert? Fragen über Fragen welche sich dem Erforscher des Übernatürlichen und Paranormalen stellen – Fragen die ich oft durchgekaut habe und zu denen evidenzbasierte Antworten eher rar sind. Beobachtungen, Ideen, Hypothesen – die gibt es wie Sand am Meer, aber durch die nur schwer zu greifende Materie ist es derzeit fast unmöglich absolut zuverlässige Aussagen zu treffen.

Was für uns als Forscher interessant ist, ist für die Betroffenen – jene Menschen die Spuk und ähnlichen, für sie in den meisten Fällen Unerklärlichen Dingen begegnen – keine erfreuliche Anomalie der man nachgehen kann, sondern ein Erleben das gefürchtet wird. Und es tut sich für diese Menschen eine ganz neue, oft drängende, Frage auf: An wen wende ich mich, wenn es bei mir spukt?

Wer Stimmen hört, oder gar Gesichter und Gestalten sieht, bekommt meist den Rat sich an einen Psychologen zu wenden. Der Verdacht der Schizophrenie liegt ja dann, im Auge des wohlwollenden Ratgebers, nahe – Spuk selbst? Der ist ja wissenschaftlich nicht bewiesen! Wenn man sich jedoch vor Augen führt dass Schizophrenie (grob formuliert eine Störung der Wahrnehmung) eine extrem seltene Erkrankung ist, und lediglich 0,5 ~1% der Bevölkerung darunter leiden, stimmt dies nicht mit der Häufigkeit beobachteter „Spukphänomene“ überein.

Es wäre schlicht unmöglich…

Wenn ich jetzt von Spuk schreibe, dann meine ich nicht den Spuk den wir als Jenseitsforscher so klassifzieren würden, sondern die Fälle in welchen sich Zeugen ungewöhnliche Vorgänge nicht selbst erklären können, und daher den Begriff „Spuk“ mit negativer Konnotation verwenden. Meines Wissens nach fehlt eine wirklich zuverlässige Statistik über diese Fälle, allerdings lassen die Fragen und Beiträge im Internet darauf schließen dass es, insbesondere in den letzten Jahren, ein verstärkt auftretendes Phänomen ist.

Ich möchte jetzt nicht die soziologischen, kulturellen und medialen Ursachen behandeln, sondern nur darauf hinweisen dass es hier sehr viel Spielraum für Theorien gibt.

In jedem Fall ist die Menge der beobachteten Phänomene wesentlich höher, als die Zahl potentieller Schizophreniefälle sein kann. Für den Betroffenen bedeutet dies eine ganze Reihe Unannehmlichkeiten. Der Arzt wird von einer Störung ausgehen, und selbstverständlich zunächst versuchen körperliche Ursachen auszuklammern. Ich finde dieses Vorgehen sinnvoll und richtig, auch recht praktisch – da eine saubere Untersuchung gleichzeitig auch andere Krankheiten für einen Patienten erkennbar macht, aber der Arzt wird nicht vor Ort nachsehen ob an den Beobachtungen des Betroffenen etwas dran ist! Und selbst wenn er es täte, gibt es nicht die Garantie dass er mit seiner medizinischen oder psychologischen Ausbildung die Ursache wirklich findet!

Da kann man dem Arzt auch keinen Vorwurf draus machen. Er geht von seiner Grundlage, seinem Wissen aus und handelt – in den allermeisten Fällen – eben nach bestem Wissen und Gewissen! Aber dieses kann gar nicht alle Felder abdecken und würde auch keine Untersuchung vor Ort ersetzen. Und gerade diese können ganz andere Bilder liefern, insbesondere dann wenn physikalisch messbare Phänomene auftreten.

Es gibt einige wenige Ärzte die sich offiziell mit der Erforschung von Nahtoderfahrungen befassen. Diese sind allerdings selten …

Also ist der, sicherlich gutgemeinte, Rat mit seinem Problem einen Arzt aufzusuchen nicht immer produktiv für den Betroffenen.

In einem Interview mit Dr. Walter von Lucadou wird dieses Phänomen unter Anderem behandelt und er führt den Fall eines Menschen vor Augen der Stimmen hörte, wofür es dann jedoch eine völlig natürliche Erklärung gab, die ohne das entsprechende Hintergrundwissen allerdings nicht offensichtlich war.

An wen kann man sich nun wenden, wenn es Spukt?

Als erste Anlaufstelle würde ich persönlich das IGPP – das Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene – nennen. Hinter diesem schrecklich klingenden Namen verbirgt sich eine Einrichtung die in den fünfziger Jahren durch Hans Bender gegründet wurde, und die sich namentlich mit Phänomenen des Paranormalen und der Parapsychologie befasst. Nach Definition des derzeitigen Leiters – Dr. Walter von Lucadou – eben die Schnittstelle zwischen Physik und Psychologie (Näheres dazu bitte dem Interview, siehe unten, entnehmen – www.igpp.de).

Daneben gibt es mittlerweile eine ganze Menge privater Forschung – eben Gruppen und Einzelpersonen die sich mit der „Geisterjagd“ befassen. Hier kann man nicht alle ernst nehmen und sollte genau hinsehen auf welche Art sich die einzelnen Gruppen damit befassen. Hier gilt oft auch: Nicht wer am lautesten schreit hat Recht.

Ich möchte keine Gruppen namentlich nennen, und dadurch in Verruf bringen, denn jeder fängt mal und beginnt zu lernen – aber wenn eine Gruppe in jedem Lichtfleck gleich einen Geist sieht, oder im Unhörbaren sofort eine EVP zu hören glaubt, sollte man sie nicht sonderlich ernst nehmen. Ebenso sind zu skeptische Gruppen auch kritisch zu sehen… (Links & Verweise – nicht vollständig!)

Eine weitere potentielle Anlaufstelle könnte der Verein für Transkommunikationsforschung sein, welcher sich seit 1975 mit der Einspielung und Erforschung von Tonbandstimmen, oder Neudeutsch auch EVP, befasst (www.vtf.de).

Neben diesen Jenseitsforschern existieren unzählige Medien, die von sich behaupten Jenseitskontakte erstellen zu können. Ich weiß dass es Menschen gibt die in der Lage sind nachprüfbare Botschaften zu empfangen und diese weiterzugeben. Allerdings sind diese sehr selten, und nicht wenige davon machen aus ihrer Gabe kein Geschäft, einfach weil es zu belastend für sie ist.

Der esoterische Markt ist bedauerlicherweise zu einem Tummelplatz für Betrüger, Scharlatane und windige Geschäftsleute verkommen, von daher würde ich von einem Gang zu einem Medium, einem Schamanen oder selbsternannten Parapsychologen dringend abraten. Wer es dennoch versuchen will, sollte sich auch hier zunächst an das IGPP wenden, da diese auch im Bereich des Verbraucherschutzes arbeiten, und Erfahrungen mit Medien haben.

Hier läuft man Gefahr schnell viel Geld zu verlieren, und die Sache – wenn es sich dann um ein wirkliches Spukgeschehen handelt – zu verschlimmern.

Ebenso wenig kann ich die Geistlichen der Kirchen empfehlen. Die Idee sich mit einem Spuk an einen Priester zu wenden liegt zwar nahe, aber in der heutigen Zeit ist es leider so dass diese selbst kaum noch glauben was sie predigen. Hier wird auch oft ohne genaues Hinsehen der, wie am Anfang erwähnt, Gang zum Arzt empfohlen.

Was kann der von Spuk Betroffene selber tun?

Zunächst einmal ist es wichtig Ruhe zu bewahren und sich nicht zu sehr ängstigen zu lassen. So schrecklich manche Erlebnisse auch sein mögen, sie nehmen doch nur sehr selten eine wirklich gefährliche Form an. Zumeist, wenn es sich um einen echten Spuk im negativen Sinne handelt, begnügt dieser sich damit das Opfer zu verängstigen. Erkrankungen sind in dieser Situation meist psychosomatischer Natur, und mit der erlebten Angst zu erklären.

Aus dem Grund ist es wichtig Ruhe zu bewahren! Manchmal hilft es bereits dem Spuk einfach keine Beachtung zu schenken. Die Kraft, welche der Spuk braucht, bleibt dann aus, und er verschwindet.

Von magischen Ritualen würde ich grundsätzlich abraten.

Ja, Magie kann funktionieren – das sage ich als durchaus skeptisch denkender Mensch – aber man sollte genau wissen was man im Einzelnen macht, und dafür reicht es nicht aus mal eben in einem Forum nachzulesen, oder sich vertrauensvoll an einen der diversen Freizeitmagier aus dem Internet zu wenden. Für diese Leute gilt das Gleiche wie für Medien, oder solche Personen die sich Parapsychologe schimpfen, und Talismanne und Amulette auf ihren Seiten feilbieten: Es gibt keine Ausbildungen in dem Bereich, und bunte Zertifikate und Ähnliches sollten kritisch betrachtet werden.

Mein Rat ist daher: Bevor man die Sache verschlimmert, sollte man sich an das IGPP wenden, oder aber eine vernünftig arbeitende Gruppe aus dem Bereich der Geisterjagd/Jenseitsforschung fragen…

Eine Antwort auf Bei mir spukt es! Was nun?

  • Hallo 🙂

    Also angenommen bei mir zuhause treibt ein Geist sein Unwesen und ich möchte mir Hilfe bei Erfahrenen Geisterjägern suchen, wie kann ich dann als Leihe feststellen welche Geisterjäger wirklich helfen können und welche nur so tun als ob und sich nur bereichern wollen???

    Lg

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