Transkommunikation & Jenseitsforschung – Geister & Spukerscheinungen
Zitate zu Tot, Leben und Transkommunikation …

Ich will mich hier zu deinem Dienst verbinden, Auf deinen Wink nicht rasten und nicht ruhn; Wenn wir uns drüben wiederfinden, So sollst du mir das gleiche tun.

— J. W. Goethe

Die Erforschung des Paranormalen – Was heute falsch läuft

geisterwelt-tagebuchEine der größten Schwierigkeiten bei der Erforschung paranormaler Phänomene ist mittlerweile nicht der Umstand dass diese wissenschaftlich nicht wirklich erfasst werden können, sondern dass nach und nach – Dank diverser angeblicher Dokumentations- und TV-Serien – immer mehr Menschen den schnellen Kick in diesem Bereich suchen: „Geisterjagd? Klingt gruselig, muss ich auch mal versuchen!“ Das dabei viel Unsinn produziert wird, und die „Erforscher“ selbst viele Fehlerquellen und Pseudogeister produzieren, wird dabei gerne übersehen.

Mitunter sieht es sogar so aus dass da ein paar völlig Ahnungslose durch die Gegend laufen, und an jeder Ecke Geister sehen, weil sie nicht wissen wie sich Kameras – gerade im Dunkeln und während der Dämmerung – verhalten, oder welche Dinge ihnen die teuren Messgeräte eigentlich überhaupt anzeigen. Und wehe dem, der da wagt zu kritisieren und der eben nicht in jedem Foto den verzweifelt gesuchten Geist zu sehen vermag!

Dem fehlt es dann an spiritueller Einsicht, der ist vom Neid geplagt oder schlichtweg unfähig seine Vorbehalte über Bord zu werden. Und wenn man dann noch nicht einmal so sehr Profi ist, dass man das neueste Equipment sein eigen nennt – vom Sinn dieser Dinge abgesehen, und von der Frage wer in diesem Feld schon Profi ist – wird man meist auch, ja fast schon mitleidig, belächelt. Denn ohne Teil XY aus Ghost Irgendwas kann man ja keine Ahnung haben, selbst wenn der glückliche Nachwuchsghosthunter nicht einmal die Funktion und den Sinn dahinter versteht. Und was sind schon ein paar Jahrzehnte gegen den schnellen Hype aus dem TV und von Youtube?

Mir persönlich fällt es daher immer schwerer die paranormale Forschung noch ernst zu nehmen. Das es unmöglich ist Beweise zu erbringen, habe ich letzten schon einmal klar gestellt. Aber dass es schwierig wird die wenigen, unverfälschten Zeugnisse zu finden, weil immer mehr Menschen eben dem Run auf „Erfolg“ nacheifern, und sich entweder nicht entblöden auch in noch so unbedeutenden Bildern Geister zu sehen, oder teilweise auch dazu übergehen entsprechende Bilder zu manipulieren, bzw. Videos zu bearbeiten.

Die Mittel und Möglichkeiten hat eigentlich jeder der einen halbwegs brauchbaren PC zu Hause stehen hat.

Der Run auf den Erfolg! Wobei ich mir hier die Frage stelle – welchen Erfolg erwarten diese Leute? Anerkennung? Wofür? Chancen im TV Markt? Na dann viel Glück, eine weitere Sendung Mystery-Ghostshit … langsam leiert es sich aus, wenn auch das zehnte Team den gruseligsten Ort von XY besucht … irgendwann schaltet dann auch der Interessierteste Zuschauer schlicht ab, und man wird vielleicht einfach nur belächelt. Vielleicht weil von zehn Teams keiner auf die Idee kommt dem verdammten EMF Ausschlag mal nachzugehen, und schlicht zu überprüfen ob irgendwelche Leitungen, oder technischen Geräte wie Umspanner oder Transformatoren in der Nähe stehen, statt direkt einen Geist zu postulieren …

Kommt noch die Spirituelle Seite hinzu – denn wo Geister sind, ist die Esoterik nicht weit, und wo die Esoterik ist, ist auch das Geschäft mit der schnellen Münze, und der Leichtgläubigkeit, bzw. Naivität der Betroffenen, oder in diesem Falle der Geisterjäger, auch nicht besonders weit.

So wundert es dann nicht dass aus jedem Pixelfehler, der zunächst einfach nur ein „Geist“ sein soll, durch die Bemerkung eines „Mediums“ schnell ein Dämon, oder ein Schattenmensch wird, welchen man nur mit speziell geweihten, und ganz besonderen Amuletten und Talismanen, welche man gerade günstig zur Hand hat, loswerden kann!

Persönlich habe ich in dreißig Jahren einiges erlebt und erfahren, aber dass mir ein Amulett geholfen hätte, oder Exorzismus nach Hexe Jacqueline, kann ich nicht bestätigen. Ich hatte auch schon Besucher, und nicht alle waren freundlich – aber mit ein paar simplen Verhaltensregeln, wird man diese auch wieder los. Auch ohne große Kosten und unnötiges Brimborium. Denn was die ganzen tollen Spiris vergessen: Da wo Licht ist, ist auch Schatten. Und wenn Schatten fällt, gibt es auch immer eine Lichtquelle an die man sich wenden kann – ganz umsonst!

Aber gut: Umsonst passt ja nicht ins Geschäftsmodell dieser Leute.

Man könnte dieses sinnlose Theater und die damit potentiell verbundenen Probleme eigentlich recht einfach lösen. Indem man sich mit dem bisherigen Forschungsstand der Materie befasst. Hierzu muss man sich allerdings erst einmal einlesen, aber das ist ja wieder mühsam. Da schaut man lieber ein paar Idioten auf Youtube oder im TV zu, und ist im – bedauerlicherweise falschem – Bilde.

Als J. B. Rhine in den vierziger und fünziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit seinen Experimenten im Bereich des Paranormalen für Furore sorgte, und Friedrich Jürgenson einige Jahre später von seinen – von jedermann nachvollziehbaren Versuchen – die Möglichkeit aufzeigten dass die Vorstellung eines Lebens nach dem Tode keineswegs alleine religiöses Wunschdenken sein könnte, haben sich auch etliche Menschen darum bemüht Licht ins Dunkel zu bringen, und das Verständnis für diesen Bereich zu erweitern.

Ab den späten fünfziger Jahren kam dann auch mehr und mehr Literatur zu diesem Forschungsbereich in die Buchhandlungen. Dies dauerte bis ungefähr Ende der Achtziger an, und wurde dann von der – zunächst New Wave-Bewegung – und später Esoterik an Seite gedrängt.

Es ist ja auch bequemer und angenehmer sich irgendwelchen bunten Fantasiewelten hinzugeben, die es leicht machen Verantwortung von sich wegzuschieben, und auf das Wirken wundersamer Kräfte zu bauen, statt zu erkennen dass es eben doch viel Arbeit, auch an sich selbst ist, zu brauchbaren Ergebnissen zu gelangen.

Fragt man heute aus Esoteriktagen nach den Namen der Pioniere auf diesem Gebiet, so wird man fragende Gesichter zu sehen bekommen. Stattdessen wird über irgendwelche Globulis, die neueste Aurafarbtherapie, Atlan, der Quantenbasierten DNS Ausrichtung, und anderem – eigentlich völlig hirn- und haltlosem Firlefanz gefachsimpelt, welcher sich aus einigen wissenschaftlich klingenden Begriffen, und irgendeiner Heilslehre zusammensetzt.

Alle anderen sind ja Verbrecher. Die Pharmaindustrie vorweg!

Und ebenso verhält es sich mit der Erforschung des Lebens nach dem Leben: Alle keine Ahnung, solange sie nicht Sendung XY Ghost kennen und ohne Gerät VD biste eh eine Lachnummer. Und im Zweifelsfalle? Da kann das mitgeführte Medium natürlich alles bestätigen – was besonders dann spannend wird, wenn das Medium seinerseits dann zu Hause auch mit seinen Kobolden oder den Aliens von Aldebaran kommuniziert …

Das Problem? Wie im Artikel beschrieben wird derzeit das Internet von Erlebnisberichten, lächerlichen Fotos, Videos und Audioaufnahmen überschwemmt, und es ist schwer unter diesem ganzen – pardon – Müll, Leute zu finden, welche die Sache ernsthaft betreiben, und die nicht einfach mal fünf Minuten Spuktourismus nacherleben wollen.

Das mag hart klingen, und ich bin auch davon überzeugt dass die Leute welche davon berichten mitunter tatsächlich denken dass es sich um Artefakte von Geistern handelt, was sie da aufgenommen haben. Normalen 08/15 Bürgern mache ich da auch keinen Vorwurf, warum auch? Die befassen sich in aller Regel auch nicht mit dem Thema, aber wer als Geisterjäger auftritt, sollte sich zumindest die Zeit nehmen und sich mit seinen eigenen Ausrüstung, und den damit verbundenen Fehler- und Interpretationsquellen vertraut machen, und nicht die nächstbeste Kamera greifen, ins Dunkle stolpern und sich über die Masse an Geistern erfreuen, die durch Pixelfehler entstanden sind, und vieles darstellen, nur eben eines nicht, und zwar Geister.

Wer dafür die Zeit nicht aufbringt, sollte sich einfach einmal fragen ob er der – eh schon belächelten – Erforschung dieses Gebietes nicht eher Schaden zufügt, als wirklich etwas zu beweisen…

3 Antworten auf Die Erforschung des Paranormalen – Was heute falsch läuft

  • Hallo zusammen.Gibt es deiner Meinung auch Gruppen im I-net,die den Namen GHOSTHUNTER verdienen,oder sollte man alle Gruppen in einen Sack schmeissen und mit ‘nem Knüppel draufhauen,wie man so schön sagt.
    • Es gibt einfach zu viel Blödsinn im Internet – das aber unabhängig davon ob es um Geisterjagd, oder andere Sachen geht. Und nee, man sollte keinen in einen Sack schmeißen und mit dem Knüppel draufhauen, aber sich alles genau ansehen, und vor Allem anderen auch skeptisch hinterfragen. Und mit Skeptizismus meine ich jetzt nicht dass Alles strikt wissenschaftlich ablaufen muss, geht in dem Feld eh nicht, aber es sollte ein Mindestmaß an gesundem Menschenverstand dahinter sein … 😉

      • Danke für die letzte Antwort.Darf ich fragen,was du von den eher “wissenschaftlichen” Geräten im Ghosthunting hälst? Wie den K2 (Nein,nicht den Berg 😉 ) und eins,welches ich gestern zum 1ten mal gesehen habe “das Portal”.Ein Gerät,welches ein Steve Huff entwickelt hat.Wie ist deine Meinung dazu?

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