Transkommunikation & Jenseitsforschung – Geister & Spukerscheinungen
Zitate zu Tot, Leben und Transkommunikation …

Die Taten mancher Lebender erschrecken mich oft mehr als der Spuk der Toten …

— Ingo Jäckels
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EVP und Tonbandstimmen – Jenseitskontakt für Jedermann

evp-tonbandstimmen

Zoom H2 Waverecorder – ein relativ gutes Gerät, aber ein simples Diktiergerät würde auch schon reichen … ich nutze das Teil weil ich auch Audioaufnahmen für andere Dinge brauche.

EVP – Electronic Voice Phenomena – Elektronisches Stimmen-Pänomen. Man spricht von EVPs wenn auf Aufnahmen plötzlich Stimmen zu hören sind, welche während der Aufnahme nicht feststellbar waren. Der Schwede Friedrich Jürgenson machte in den 1950er Jahren erstmal Aufnahmen auf Tonband, und stellte diese in seinem Buch „Sprechfunk mit Verstorbenen“ einem breiterem Publikum vor.

Das Buch ist kostenlos auf der Webseite des VTF – des Vereins für Transkommunikationsforschung – erhältlich, und schildert Jürgensons Weg von den ersten zufälligen Aufnahmen hin zu einer ausgebauten Kommunikation mit Verstorbenen.

Wenn mich jemand fragt welchen Weg ich empfehlen würde, um den Kontakt mit Verstorbenen aufzunehmen, rate ich eigentlich grundsätzlich davon ab. Nicht weil ich Angst davor habe, sondern weil ich weiß dass – auch in der Technik der EVP – es auch unter Toten gewisse Individuen gibt, welche einen sehr bösen Sinn für Humor haben. Was diese als lustig empfingen mögen, ist für den Betroffenen dann schnell eine ausgeprägte Form psychischer Folter!

Daher empfehle ich – insbesondere Trauernden – dringend zunächst ihre Trauer zu bewältigen und auf Jenseitskontakte zu verzichten. Denn wenn hier Irre ihre Späße machen, kann dies schnell in Depressionen, Abhängigkeiten und sogar Selbstmord enden. Und das dürfte auch nicht im Sinne jener sein, mit welchen man Kontakt wünscht.

Dies gilt im Übrigen für JEDE Art des Jenseitskontaktes – auch wenn ein angebliches Medium hilft!

Aber hier soll es zunächst um die Technische Seite der EVP – der modernen Form der Tonbandeinspielungen gehen … Die Gefahren des Jenseitskontaktes sind zu vielfältig, und bekommen einen eigenen Artikel.

Skeptiker führen ins Felde, wenn es darum geht Aufnahmen als unglaubwürdig hinzustellen, dass es sich um zufällig aufgenommene Radiosignale handelt. Richtig ist: Die von Friedrich Jürgenson verwandte Technik nutzte ein Radio, welches auf einen leeren Sendeplatz eingestellt war, und das ein statisches Rauschen – das so genannte White Noise – von sich gab. Aus den aus diesem zufälligen Geräuschen entstehenden Tonkulissen formten sich dann schließlich die Stimmen.

Hier kann man nicht ausschließen dass während der Aufnahme zufällige Überlappungen von Sendern in die Aufnahme eingespielt wurden.

Allerdings gibt es mittlerweile Programme welche künstlich dieses weise Rauschen erzeugen, und bei denen keine Radioprogramme zufällig aufgenommen werden. Ebenfalls verwenden einige Leute auch das Rauschen von Wasser das aus Hähnen kommt, oder verzichten ganz auf das Hintergrundrauschen. Und dennoch entstehen diese Aufnahmen! Und das recht häufig!

Und bislang konnte mir niemand erklären wie ein Aufnahmegerät, ob digital oder analog, ohne Radiofunktion einen Radiosender zufällig empfängt, der auf eine gezielte Frage antwortet. Denn wenn eine Frage im Raum steht, und darauf geantwortet, also gezielt reagiert wird, wird es rein rechnerisch abwegig da von einem solch hohem Zufallswert auszugehen dass ein Gerät, welches nicht dafür gebaut ist, gerade in dem Moment eine Antwort auf eine gezielte Frage zu erhalten, wenn man auf Aufnahme drückt.

Es ist schlicht unwahrscheinlich – vom technischen Aspekt abgesehen!

Natürlich gilt bei EVP als Beweismittel für das Vorhandsein paranormaler Phänomene: Man kann niemals stichfest beweisen dass man die Wahrheit sagt. Es wird immer die Wahrscheinlichkeit bleiben dass man ein Betrüger ist. Auch wenn die Aufnahme noch so echt ist!

Der Titel dieses Artikels lautet „Jenseitskontakte für Jedermann“ – und genau das ist die Technik der EVP auch. Jeder der ein Aufnahmegerät hat – das können heute Handys sein, speziell dafür geschaffene Diktiergeräte, WAVE Rekorder aus dem Studiobereich, ein Mikrofon am PC oder Laptop … die Palette der Geräte mit Audioaufnahmefunktion ist heute schier unübersichtlich geworden.

Es muss auch nicht ein spezielles Gerät wie eine Ghostbox, oder ein Ghostradio sein, oder was auch sonst immer sich im Wühltisch geisterjagender Schnäppchenjäger befindet, es reicht für eine Aufnahme das einfachste Gerät. Eben das, was gerade greifbar ist.

Funktioniert es, und man möchte weiter damit experimentieren, kann man sich in diversen Audiomagazinen und Foren selber Wissen aneignen und sollte dann entscheiden welchen finanziellen Rahmen man hat, und was man für seine eigenen Ansprüche braucht. Man sollte jedenfalls nicht durch die diversen Geisterjägersendungen klicken, und glauben dass da alles so stimmt, wie es dargestellt wird …

Grundlegend bei einem Jenseitskontakt ist immer die Freiwilligkeit – Gerade und insbesondere von der anderen Seite! Wird von dort – was immer gute Gründe hat – ein Kontakt nicht gewünscht, kann man noch so viele Euros in die Ausrüstung stecken, es wird nicht funktionieren!

Um Selbsttäuschungen durch Ermüdung oder Ähnliches zu vermeiden, sollte man – gerade am Anfang – keine längeren Aufnahmen anstreben. Ein, oder zwei Minuten sollten zunächst reichen. Das hat übrigens auch nichts damit zu tun dass man irgendwelche bösen Kräfte anziehen könnte, sondern schlicht damit dass die Aufnahme auch überprüft werden muss. Und je nach Methode kann dies lange dauern.

Und so wird aus einer Minute schnell mal eine halbe, bis ganze Stunde!

Persönlich bevorzuge ich die EVP ohne Hintergrundgeräusche. Alleine schon weil ohne Hintergrundrauschen das Überprüfen der Aufnahme leichter fällt. Sicherlich, ein gutes Programm zeigt anhand der Peaks wann ein Ausbruch in der Audiodatei vorliegt, aber selbst eine Stimme wird durch das Rauschen schnell verzerrt, und ist schwieriger zu verstehen.

Eine wichtige Sache sind auch die Beweggründe und das eigene Verhalten – wenn ich die Clowns von Ghosthunters sehe, und daran denke wie da teilweise provoziert wird, nur um eine beschissene Stimme auf die Datei zu bekommen, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Mag sein das der Kerl da noch keine Erfahrungen mit einem wirklich üblen Geist gemacht hat, aber wenn er so weitermacht, wird er es irgendwann …

Ich beherzige immer den Rat: Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden willst. Ich bin freundlich und höflich, und bedanke mich für die Zusammenarbeit. Diese findet zwar nicht immer statt, aber das weiß ich ja auch erst dann, wenn ich die Aufnahme abhöre.

Angst ist übrigens ein sehr wichtiger Punkt: Wenn du Angst vor dem Thema hast, lass die Finger davon! Angst ist keine gute Grundlage, und verhindert dass Du einen vernünftigen Kontakt bekommst. Wenn die Angst daher rührt dass Du da mit einem Geist redest, führe dir einfach vor Augen dass auch Du eines Tages einer sein wirst – und dann überlege warum man vor dir Angst haben sollte!

Davon abgesehen: Geister sind da, ob du sie hörst oder nicht, spielt dabei keine Rolle … also, keine Angst haben!

Der wichtigste Punkt – der leider gerade von Vielen vergessen wird, die sich ganz groß „Spirituell“ auf die Fahne geschrieben haben: NIEMALS DEN GESUNDEN MENSCHENVERSTAND AUßER ACHT LASSEN!!!!

Wenn Du auf einer Aufnahme bedroht, oder mit einer bedrohlichen oder beängstigenden Situation konfrontiert wirst, brich ab!

Brich ab, und versuche mit diesem Kontakt keine weiteren Gespräche zu führen!!! Mache dem entsprechendem Boten auch klar dass Du mit ihm keinen weiteren Kontakt willst, und dass er verschwinden soll.

Das ist das A und O und gilt für jede Form des Jenseitskontaktes.

Ansonsten? Aufnahmegerät hat heute jedermann, und im Internet gibt es diverse, auch kostenlose, Programme welche die Arbeit mit Tonbandstimmen, bzw. EVPs erleichtern. Ich arbeite beispielsweise mit dem Klassiker schlechthin: Adobe Audacity – kostet nichts, stellt die Aufnahme in einer Wellenform dar, hat einige brauchbare Filter und leistet gute Dienste.

Wie gesagt, es muss keine teure Ausstattung sein – es reicht ein Gerät mit Aufnahmefunktion und Freeware aus dem Netz. Und ob jemand mit Dir sprechen will oder nicht, wird sich dann zeigen…

Friedrich Jürgenson – Sprechfunk mit Verstorbenen online lesen

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